Elephant: Hallo, wie geht’s?

Ich: Alles gut bei mir, und dir?

E: Mir geht es super. Ich freue mich, dich kennenzulernen.

I: Es freut mich auch.

E: Und wie heißt du? Kannst du dich mal kurz vorstellen?

I: Ich heiße Keunseon Kang und bin 22 Jahre alt. Ich komme aus Südkorea und studiere Deutsch auf Lehramt an der Uni HUFS. Jetzt wohne ich mit einer Freundin in Seoul.

E: Toll! Deswegen kannst du etwas Deutsch.

I: Ja, stimmt. Und ist es das erste Mal, dass du nach Südkorea gekommen bist?

E: Richtig. Deshalb ist alles in Südkorea sehr neu für mich. Das Essen, die Kleidung, die Kultur… Aber besonders waren die unterschiedliche Meinungen in Bezug auf Politik und Sozialsystem von Koreanern sehr interessant.

I: Echt? Das klingt für mich auch interessant. Was ist denn am interessantesten?

E: In Deutschland gibt es zum Beispiel viele Diskussionen über verschiedene soziale Themen. Ich finde, dass die Meinungen von Deutschen und Koreanern über diese Themen sehr unterschiedlich sind. Das finde ich sehr interessant.

I: Ach so. Das finde ich auch. Wegen des kuturellen Unterschiedes, glaube ich.

E: Aus diesem Grund möchte ich dir einige Fragen stellen, über ein Thema, das derzeit in Deutschland diskutiert wird. Ich möchte auch die Meinungen von Koreanern hören.

I: Ja, gerne! Ich mag immer mit jemandem diskutieren.

E: Was meinst du zum Thema Organspende? Heutzutage haben viele Leute in Deutschland großes Interesse daran.

I: Zuerst bin ich für die Organspende, weil ich glaube, dass die Organspende immer gut ist. Es gibt nichts, was wichtiger ist, als das Leben. Falls jemand seine Organe spendet, kann er damit mehrere Leben retten. Aus diesem Grund sollte es, meiner Meinung nach, zur Pflicht werden, Organe zu spenden, da jeder eine Chance auf ein gesundes Leben haben sollte.

E: Was denken die anderen Leute, die gegen die Organspende sind?

I: Wegen des Problems eine Leiche zu beschädigen und einigen Nebenwirkungen sind manche Leute dagegen. Sie sorgen sich darum wie der Körper nach der Organspende behandelt wird. Außerdem wird zu wenig Aufklärung darüber geleistet, dass man nach einer Organspende sein ganzes Leben lang starke Medikamente nehmen muss, die das Immunsystem schwächen und somit auch Erkrankungen wie Krebs begünstigen.

E: Ach so. Aber du bist dafür, oder?

I: Ja, richtig. Obwohl es auch einige Nachteile hat, bringt die Organspende mehr Vorteile. Durch eine Organspende kann man mehr Leben retten, als bei anderen Möglichkeiten.

E: Aber heutzutage nimmt in Korea die Zahl der Spender ab. Was sollen wir machen, um das Problem zu lösen?

I: Es gibt nichts, dass wichtiger als unser Leben ist, deshalb sollten wir die Zahl der Spender so stark wie möglich erhöhen. Dazu müssen wir zum einen ein Gesetz auf den Weg bringen, damit können wir bestimmte Wirkungen erhalten.

E: Welches System sollte die Regierung in Korea einführen? Und Warum?

I: Das Organspendesystem der koreanischen Regierung wird als „Opt-In-System“ ausgeführt. Dadurch darf ein Patient nur Organe von einer Person erhalten, die schon ihre Absicht bekundet hat, Organe zu spenden. Wenn der Bürger sich nicht entschieden hat, können seine Organe nichr gespendet werden. Aber das „Opt-Out-System“ ist genau umgekehrt. Beim Opt-Out-System können die Organe auch gespendet werden, wenn der Patient weder zugestimmt noch abgelehnt hat. Wenn die Regierung das Opt-Out-System ausführt, wird die Zahl der Spender zweifellos erhöht. Aus diesem Grund sollte das Organspendesystem der koreanische Regiergung als „Opt-Out-System“ eingeführt werden.

E: Super! Falls das ginge, wäre das wirklich  schön.

I: Ich bin auch dieser Meinung.

E: Vielen Dank für das nette Interview. Dank dir kann ich die Meinungen über Organspende besser verstehen.

I: Keine Ursache! Es freut mich, wenn ich dir helfen kann.


Keunseon Kang

Keunseon Kang

Hallo Leute! Freut mich, euch kennenzulernen. Im Jahr 1998 bin ich geboren und jetzt wohne ich in Seoul. An der Uni HUFS studiere ich Deutsch auf Lehramt und nun bin ich schon im fünften Semester. Letztes Semester war ich in Deutschland, um ein Auslandssemester zu machen. An der Uni Hamburg habe ich viele schöne Erfahrungen gemacht , weshalb will ich wieder nach Hamburg gehen. Wenn ihr noch nicht Südkorea oder Deutschland besucht habt, dann empfehle ich euch die beiden Länder zu besuchen! Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit hier mit der Maus und mir 🙂

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Momoko Hasegawa

Ich heiße Momoko aus Japan. Ich fand, Ihr Beitrag war schwer aber sehr interessant. Ich bin für dich, also ich meine auch, es gibt nichts, was wichtiger als ein Leben ist. Aber mir ist es unklar, ob meine Eltern mich Organtransplantation machen lassen wollen, wenn ich Hirntod habe…

Ji Hyeon Lee

Hallo, Ang! Ich bin Melody. Dein Foto sind sehr süß. Ich finde dein Beitrag sehr interessant, weil das Thema sehr neu und interessant ist, wie andere Studenten. Ich sollte auch sinnen, ob ich meine Organe spende oder nicht! 🙂

Janosch Maeng

Du hast ja voll schwieriges Thema ausgewählt, ich bin sehr beeindruckt! Ich sollte es mir mal überlegen, ob ich meine Organe spende oder nicht! Danke für wunderschönen Artikel und schöne Ferien! Du schaffst alles!

Yeonju Baek

Auch ich finde dieses Thema neu und interessant, ebenso wie Yoojin!! Und auch ich bin der Meinung, dass Organspenden aktiv sein müssen, um das Leben vieler Menschen zu retten. Es gibt jedoch das Problem, dass es Patienten geben kann, die bei der Umsetzung des Systems möglicherweise keine Organspende wollten.

Yoojin Chun

Wow ganz neues Thema!! Es ist sehr interessant, dass du neues Thema, das wir uns darum in unserem Kurs nicht gehandelt haben, ausgewählt hast! Und es ist sehr dankbar, dass du nicht nur die Meinungen von beiden Seiten, sondern auch die neue Maßnahmen von diesem Problem gut erklärt hast. Hmm…es ist sehr schweres Thema, glaube ich.. Aber dank diesem Beitrag kann ich die Chance, die ich darüber nachdenken kann, gegeben werden 🙂 !! ” Es gibt nichts, was wichtiger als Leben ist” stimme ich ganz völlig diesem Punkt zu !!